Hochzeit und keckes Geflügel

London: royaler Glanz die Zweite 

von Valeska Hauschildt

Kaum zu glauben: Bereits 2011 flog ich das erste Mal nach London und wusste bei der Buchung noch nicht, dass Kate und William gerade dann heiraten.

Heute, 7 Jahre später, sitze ich wieder im Flieger nach England. Und was soll ich sagen: Heute gibt Meghan ihrem Harry das Ja-Wort. Auch das war bei meiner Terminplanung noch nicht bekannt.  

Erneut wird in Windsor gefeiert, und so bekommen wir direkt in London nur etwas charmanten, royalen Glanz zu spüren: Alle Straßen sind beflaggt und hunderte Souvenir-Verkäufer möchten uns Fingerhüte, Tassen und Topflappen verkaufen: Bedruckt mit dem Hochzeitspaar für umgerechnet 20 €. Ein Schnäppchen... Ich flüchte in ein kleines Café und trinke einen echten englischen Tee. Auch die Gespräche am Nebentisch drehen sich ausschließlich um das Brautpaar: Das Kleid, das Essen, die Verwandschaft. Puh, das werden ja harte Tage!

Kurzlebig

Aber am nächsten Morgen ist plötzlich alles vorbei, und bis auf ein paar fransige Wimpel sehe ich auch von dem Straßenschmuck nichts mehr. Gelangweilte Souvenir-Verkäufer stehen vor ihren Schätzen, die heute irgendwie niemand mehr kaufen mag. Komisch, wie kurzlebig hier alles ist. So steht meinem geplanten Sightseeing-Programm nichts mehr im Wege: 

Tower und Tower Bridge

Tower Bridge und Tower: Ein schönes Fotomotiv mit kleinen Restaurants/Bars in der Umgebung. Um die Kronjuwelen im Tower zu bewundern, empfiehlt sich ein Ticket im Vorwege in Deutschland zu kaufen. Trotzdem muss man an der Panzertür mit langen Wartezeiten rechnen. Preis ca. 30 € p.P. 

Keckes Geflügel

Meine persönlichen Stars sind die sieben Tower-Raben. Die kecken Vögel hüpfen durch die Grünanlagen, zupfen auf Parkbänken den Gästen an den Haaren und werden täglich vom royalen Raben-Beauftragten mit erlesenem Frischfleisch gefüttert: Schließlich besagt die Legende, dass die Monarchie stirbt, wenn die Raben den Tower verlassen. Dass man ihnen dafür die Flugfedern stutzt, wird nicht so an die große Glocke gehängt. Fliegen können sie dennoch - nur nicht so weit.

Man kann auch lecker essen

Englands Küche genießt nicht den besten Ruf. Das will ich heute testen: Nach China Town lockt mich eine Peking Ente (köstlich), nach Soho Fish & Chips (wirklich fettig und fade) und mein Mittag möchte ich auf dem bekanntesten Streetmarket in London genießen: Den Borough Market. Dieser älteste Markt der Stadt lockt Einheimische und Touristen an fast jedem Tag in die historischen Hallen. Er gilt als Anlaufstelle für Gastronomen und Köche, die dort riechen, tasten, feilschen und kaufen. Außerdem werden viele Kochshows direkt hier gedreht. Montag bis Mittwoch kann man nur eingeschränkten Marktbetrieb erleben: Besser - aber auch voller - ist es von Donnerstag bis Samstag.

London Eye

Inzwischen heißt der 135 m hohe Gigant:  "London Coca Cola Eye". Bei sonnigem Wetter garantiert das Riesenrad ein tolles Panorama über London. Es empfiehlt sich eine „Fast Track"-Karte zu kaufen, um so die langen Wartezeiten zu sparen. Die Fahrt mit dem London Eye dauert ca. 30 Minuten und kostet ca. 30 € p.P. 

Kostet nichts: "Star Wars" und "Nachts im Museum"

Ehrlich gesagt: London ist ganz schön teuer. Und da ich meiner Reisekasse nun eine kleine Erholung gönnen möchte, gehe ich ins National History Museum. Es kostet nämlich NICHTS! Bekannt ist es aus dem Film Nachts im Museum 3 und Paddington. Ein beeindruckendes Gebäude mit einer sehenswerten Ausstellung. 

Ebenso kostenfrei ist die Wachablöse am Buckingham Palast: Jeden Tag um 11 Uhr ( April-Oktober) wird die Wache vor dem Palast feierlich abgelöst - das dauert ca. 45 Minuten. Der königliche Musikumzug spielt aktuelle Filmmusik als Untermalung: "Star Wars"! Es gibt auch "Game of Thrones". Diese Engländer verblüffen mich immer wieder! 

Harry Potter

Ca. 1,5 Stunden außerhalb von London liegen die Warner Bros. Studios. Hier kann ich die berühmten Kulissen von Harry Potter im Original anschauen und bewundern. Es werden immer kleine Gruppen nach und nach reingelassen, sodass sich jeder Gast alles in Ruhe anschauen kann. Preis ca. 85 € pro Person inkl. Transfer ab London Zentrum.

Vorort plane ich 4 Stunden ein und trinke ein leckeres Butterbier!

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Bildnachweise: ©Valeska Hauschildt und pixabay