Gambia -  Afrika für Einsteiger

Reisebericht von Nane Mohr

Ich bin in Gambia. Wo ist das überhaupt? Gambia liegt in Westafrika und wird bis auf die Atlantikküste vom Senegal umschlossen. Es ist das kleinste Land Afrikas und hat dennoch 80 Kilometer atemberaubende Küstenlinie: "The smiling coast of Africa". Das schmale Hinterland ist durch den Gambia River geprägt.

Die perfekte Reisezeit ist eigentlich der Winter, aber ich bin im Hochsommer hier: Zur Regenzeit. Dann ist es optimal zur Vogelbeobachtung. Zu der Regenzeit lässt sich generell sagen, dass sich die Niederschläge eher auf die Nachtstunden oder auf kurz andauernde Schauer am Tag verteilen. Vögel beobachten ist nicht der Hauptgrund meiner Reise, aber die Natur ist einmalig und nicht umsonst wird Gambia als „Das Afrika für Einsteiger“ bezeichnet.

Ab Düsseldorf verläuft die Anreise mit Corendon trotz kleiner Verspätung ganz entspannt. Auch der Bustransfer vom Flughafen zum Hotel verläuft reibungslos. Viel sehen kann ich in der Dunkelheit aber leider noch nicht. 

Hotel

Untergebracht bin ich im 4* Labranda Coral Beach Hotel in Brufut. Es ist eins der südlich gelegeneren Hotels in Gambia und wird mit All Inclusive angeboten. Die Anlage liegt direkt an dem Palmen gesäumten Sandstrand, der zum Sonnen und Entspannen einlädt. Das Hotel ist etwas in die Jahre gekommen, und über ein paar kleinere Mängel sollte man hinwegschauen können.

TIPP: Es ist zu empfehlen, ein Zimmer in den oberen Etagen zu erfragen. Durch die Hanglage haben Sie eine wunderschöne Sicht auf den Atlantik!

Land, Leute und verkaufstüchtige Händler

Um einen Eindruck vom Land zu bekommen, nehme ich an einem Ausflug über FTI teil. Wir besichtigen die Hauptstadt Banjul und das Wirtschaftszentrum Serekunda. 

Die Städte sind alle nur eine halbe Stunde vom Hotel entfern: Vorbei an Erdnussplantagen, einer Brauerei und einem modernen Regierungsgebäude. Die Kontraste zwischen Land und Stadt sind sehr stark ausgeprägt. Ein besonderes Erlebnis ist der Markt in Banjul: Obst und Gemüse, Fleisch und Fisch. Gerade letzteres ist oft ein überwältigendes Geruchserlebnis. Es wird genäht, gehämmert und gebastelt. Ich spüre die Lebensfreude der Menschen, die uns überall herzlich empfangen. Die Händler sind freundlich und sehr verkaufstüchtig. Erst ein deutliches "Nein" hilft, damit der Weg fortgesetzt werden kann. Der Reiseleiter und der heimische Guide stehen mir hier helfend zur Seite. 

Der Besuch einer Batikfabrik, des kleinen Nationalmuseum Gambias und eines Aligatorparks runden den Ausflug ab.

Mein Highlight: Kayak-Tour mit Pelikanen

Mein absolutes Highlight der Reise ist die Kayak-Tour zum Sonnenaufgang durch die Mangroven. Schon vor dem Frühstück werden wir im Hotel abgeholt. Die Sonne lässt noch auf sich warten. Nach einer 15-minütigen Fahrt kommen wir am Kayakverleih an. Je nach Fitness suchen wir uns unser Gefährt aus: Wer es sportlich mag, steigt in ein eigenes Kayak, gemütlicher geht es gemeinsam in einem traditionellen Boot. Leise paddelnd folgen wir dem Fluss und den Klängen der Vögel. Das Erwachen der Tiere und der Natur am Morgen ist unbeschreiblich schön: Die Affen und Vögel hängen in den Mangroven nur wenige Meter über meinem Kopf. Unser Ziel ist eine Insel inmitten der Mangroven: Dort gibt es ein reichhaltiges Frühstück mit Kaffee und Tee. Gestärkt brechen wir auf und beginnen die Insel zu erkunden. 

Unser Guide erklärt uns die Pflanzen und Tiere, sowie die Besonderheiten der Mangroven. Für uns Norddeutsche weniger aufregend, ist eine Wanderung durch den Schlick, die aber trotzdem sehr spaßig ist. An einer Wasserstelle begegnen wir einer kleinen Gruppe von Pelikanen. Es ist ein magischer Moment, den man gerne festhalten will.

Rückreise: Ohne Schuhe ins Terminal

Der Bustransfer zum Flughafen findet am Abend statt. Der Rummel am Straßenrand fesselt meine Blicke. Trotz des sintflutartig herrschenden Regens sind die Gambier auf den Straßen unterwegs. Am Flughafen angekommen laufe ich, teilweise ohne Schuhe, durch knöcheltiefe Pfützen zum Terminalgebäude. Alle nehmen es mit Humor. Vom Einchecken, zur Ausreise- und durch die Sicherheitskontrolle geht es reibungslos in die Abflughalle, die irgendwie einer Imbissbude mit Bierzeltgarnitur gleicht. Auch die Gates zum Flugzeug sehen eher aus wie kleine Gartenwege: Aber genau diese kleinen Abenteuer machen diese Reise nach Gambia für mich zu einem unvergesslichen Urlaub.

Gambia war mein erstes Afrika-Abenteuer und bleibt unvergesslich!
Ihre Nane Mohr. FAHRENKROG im CITTI-PARK Kiel, 0431 66401 71, nmo@fahrenkrog.de

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Wichtig

Deutsche Staatsbürger benötigen für die Einreise nach Gambia einen Reisepass, der sechs Monate über die Reise hinaus gültig sein muss. Ein Visum wird bei Einreise erteilt und ist 21 bis 28 Tage gültig. Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflugticket) sowie genügend finanzielle Mittel für den Aufenthalt nachweisen können. Im Land wird überwiegend bar bezahlt. Euros können am Flughafen in die heimische Währung Dalasi getauscht werden - am besten in kleine Scheine. Auch Bankautomaten sind vereinzelnd zu finden. Kleine Trinkgelder sind üblich und werden erwartet. Die offizielle Landessprache ist Englisch. Bitte informieren Sie sich über Impfungen, Insektenschutz,  Malaria-Prophylaxe sowie eine umfassende Auslandskrankenversicherung.

Reiseangebote gelten pro Person in € bei Doppelbelegung. Zwischenverkauf und Änderungen vorbehalten. 

Bildnachweise: ©Nane Mohr und pixabay