Kugelsichere Weste oder Sonnencreme? 

Nach Ägypten wagte sich Tobias Mahrt

Ein nicht in allen belangen ernst gemeinter Urlaubsrückblick.

Da stand nun auch ich vor der Qual der Wahl: Wohin fahre ich in meinem Dezemberurlaub 2016? Da mir nur eine Woche zur Verfügung stand, machte eine Fernreise nicht wirklich Sinn. Doch was bleibt dann im Nahbereich mit hoffentlich viel Sonne und Temperauren um die 25 Grad? Nur Kanaren oder Ägypten. 

Na gut, dann diesmal Ägypten. Die Bedenken „BOMBEN-Wetter“ oder „GRANATEN-Stimmung“ hatte ich bei der Baderegion rund um Hurghada und Marsa Alam nie, und so stand dem Urlaub im Land der Pharaonen nichts im Wege.

Reisebär Hannes und ich buchten das adults-only Hotel „Viva Blue Resort & Diving Sports“ etwas außerhalb der Soma Bay. 

Doch kaum am Flughafen angekommen, der erste Schock: Sicherheitskräfte mit Maschinenpistolen! War es doch so unsicher? Erste Zweifel machten sich breit, dabei war ich doch noch in Hamburg...

Beim überaus freundlichem Mitarbeiter der Condor eingecheckt, ging es durch die Sicherheitskontrolle auf direktem Weg zum Gate. Das Boarding war gewohnt wuselig, da viele Urlauber der Meinung sind, je eher man sitzt, desto schneller geht der Flug...

Der Sitzplatzabstand war "großzügig" bemessen, so dass ich mich schon auf die modischen Druckstellen vom Sitz des Vordermannes an meinen Knien freute. 

Auch die kostenlose Bordverpflegung war wie versprochen nicht vorhanden, aber die käuflich zu erwerbenden Menüs und Sandwiches von Condor sahen sehr gut aus. 


Nach 4 Stunden, 45 Minuten und 38 Sekunden setzten wir auf ägyptischen Boden auf. Unser Flieger hielt den gebührenden Sicherheitsabstand zum Flughafengebäude ein, und Busse fuhren uns zum Terminal.

Schon beim Aussteigen aus dem Bus wurde uns bewusst, dass dieser Urlaub kein Zuckerschlecken wird. Die Sonne, zwar schon am Untergehen, drangsalierte uns mit Ihren Strahlen!

Die Visa-Beschaffung glich der Stimmung eines orientalischen Basares und die Passkontrolle verlief reibungslos und schnell. Komisch, bis hierhin hatte ich noch keine Soldaten gesehen und dabei war ich doch in einer „Krisenregion“.

Vom Reiseleiter freundlich in Empfang genommen, ging es mit Stopps in der Makadi Bay und Soma Bay in einem kleinen Bus zu unserem Hotel.  Auf Grund der großzügig eingehaltenen Geschwindigkeit auf der „Autobahn“, verging die Zeit im wahrsten Sinne des Wortes rasend schnell.

Um schnellstmöglich das erste Getränk an der Bar einzunehmen, wurden die geräumigen und gut ausgestatteten Zimmer in unserem Hotel flink bezogen.

Einige kurze Details zum Hotel: Das Hausriff ist sehr schön und intakt! Der einzige Zugang zum Meer erfolgt über einen kurzen Steg. Die Außenanlage ist noch sehr karg, da das Hotel erst vor kurzem eröffnet hat. So hatten wir auch nur handgezählte 38 Gäste in der Anlage. Das Personal ist sehr freundlich und zuvorkommend! Die unter deutscher Leitung stehende Extra-Divers Tauchbasis versucht alle Wünsche zu erfüllen! Laut  Aussage einiger Taucher ist dieses Hotel perfekt zum Tauchen geeignet. Unser Urlaub beschränkte sich allerdings eher auf Sonnen, Baden, Essen, Sonnen, Baden, Essen und die abendliche Kniffelrunde. Extrem erholsam!  

Am selben Abend gab es jedoch einen Schock! Offensichtlich hatte ein übereifriger Gast und Liebhaber der "Neuen Deutschen Welle" es geschafft, die Musikauswahl in der Lobby zu ändern! Statt wunderschöner orientalischer Klänge schmetterten  „Markus – Ich will Spaß“, „ Geiersturzflug – Bruttosozialprodukt“ und „Nena – 99 Luftballons“ durch die sternenklare Nacht! Zum Glück konnten wir schnell Abhilfe schaffen!

Schlimmer waren da diese 26 Grad Wassertemperatur, die einen einfach zum Relaxen und Nichtstun zwangen.

Dann war die Woche auch schon rum. Schade. Die Kontrollen bei der Rückreise waren etwas schärfer: Insgesamt 5x mussten wir unsere Reisedokumente vorzeigen bis wir im Flieger saßen. Dann hieß es schnell: Kieler Wetter, Du hast uns wieder!

Liebe Leser, erlauben Sie mir ein paar ernstgemeinte Worte und ein Fazit zum Schluss:

Die Baderegionen Hurghada und Marsa Alam bieten Ihnen für einen entspannten Strand-, Schnorchel- und Tauchurlaub im Herbst, Winter oder Frühling ideale Temperaturen und traumhafte Hotels zu momentan sagenhaften Preisen!

Die Sicherheitslage ist meiner Meinung nach nicht besser oder schlechter als in anderen touristischen Regionen. Wie oben erwähnt, stehen auch an deutschen Flughäfen bewaffnete Sicherheitskräfte. Ich habe mich in Ägypten in keinem Augenblick gefährdet oder bedroht gefühlt. Es war ein ruhiger, schöner Urlaub und Hannes und ich kamen tiefenentspannt und angenehm gebräunt zurück nach Deutschland. Ägypten ist ein wunderschönes Urlaubsland und wer mehr erleben möchte:  Selbst Ausflüge in das kulturreiche Luxor können problemlos gebucht werden. Und im Frühjahr fahre ich selbst wieder hin...

Sie haben Fragen zu Ägypten? Schreiben Sie mir. Ich freue mich auf Sie!
Ihr Tobias Mahrt. Sie finden mich im Reisebüro FAHRENKROG im CITTI-PARK Kiel, 0431 66401 71, tma@fahrenkrog.de
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Bildnachweise: ©Pixabay, ©Touristikerfotos; ©Tobias Mahrt