An Bord der Queen Victoria

Jana Bischoff an Bord zum Queens Day 17.07.2018 in Kiel

Zugegeben der erste Eindruckt ist etwas düster: Wir kommen sozusagen durch "den Keller" an Bord. Irgendwo da unten im Schiffsbauch schlängeln wir uns durch unspektakuläre Gänge. Gerade ziehe ich skeptisch eine Augenbraue hoch, da stehen wir auch schon in der gigantischen Halle:  

Tattttaaaa! In der dreistöckigen Grand Lobby strahlt ein sechs Meter hohes Wandrelief, angeblich vom Neffen der Queen höchstpersönlich gestaltet. Mich umgeben Gold, edle Hölzer und riesige echte Blumengebinde. Ab jetzt bin und bleibe ich sprachlos. 

Tanzen, Fechten, Lesen

Auf jeder Reise fahren vier Gentlemen Hosts mit. Diese Herren tanzen abends mit den Damen im Ballsaal oder begleiten diese zu Tanzkursen. Der neueste Hype sind übrigens Fechtkurse, die so gut angenommen werden, dass die Reederei diese bald auf allen Schiffen anbieten wird. Ab 18 Uhr gibt es in allen Bars Live-Musik. 

Für Leseratten steht die imposante Bibliothek (2-stöckig mit Wendeltreppe) für gemütliche Schmökerstunden bereit. Es gibt auch reichlich deutsche Literatur.  Die Inneneinrichtung ist sehr hochwertig und edel - dunkle Hölzer, hier und da ein Piano, Gemälde, etwas kuschelig. 


Taufe und die zweite Flasche

Am 10. Dezember 2007 wurde die Queen Victoria von Camilla Mountbatten-Windsor in Southampton getauft. Gerüchten zufolge  zersprang die erste Champagnerflasche nicht am Bug. Erst eine eilig hinterher geworfene zweite Flasche erfüllte ihren Dienst. Die königstreuen Briten fühlten sich bestätigt und schrieben schadenfroh am nächsten Tag: "Sei doch das Taufen eines royalen Schiffes einzig der Königin selbst vorbehalten." Camilla nahm es mit Humor.

Kabinen und etwas Titanic

Die Unterbringung an Bord erfolgt bei Cunard immer in drei buchbaren Kategorien:

  • Brittania
  • Princess Grill
  • Queens Grill

Je nach Unterbringung speisen die Gäste in unterschiedliche Bereichen und können auch unterschiedliche Bars nutzen. Das Essen an Bord ist hervorragend und ein echtes Erlebnis. 

Die Kabinen sind klassisch in royalem blau-beige oder purpur-beige gestaltet.  Alles wirkt sehr angenehm und nicht plüschig überladen. 

Die Reederei legt Wert darauf, dass man nicht von "Klassen" sondern von Kategorien spricht. Das alte Titanic-Image ist nur noch optisch vorhanden, besonders am schwarz-roten Schornstein. Auf allen Schiffen gibt es reguläre Einzelkabinen, was auch sinnvoll ist, da es viele Alleinreisende gibt.

Bordsprache und Zigarren

Die Bordsprache ist natürlich englisch. Auf Routen ab Deutschland gibt es aber immer deutschsprachige Reiseleitungen und deutsche Menükarten. Etwas englisch ist aber hilfreich. 

In der Churchill`s Cigar Lounge ist nur das Rauchen von Zigarren und Pfeifen erlaubt. Keine Zigaretten. Für alle anderen gibt es ausgewiesene Bereiche an Deck. Auf den Balkonen und in den Kabine herrscht generelles Rauchverbot - das gilt auch für E-Zigaretten.

Ich fühle mich etwas in die Zeit der 20 er Jahre zurückversetzt. Das liegt auch an den zauberhaften Livrees der Angestellten. Diese sind übrigens überaus herzlich und mir begegnet überall ein echtes Lachen.
Sie haben Fragen zur MS Queen Victoria? Schreiben Sie mir! Ich freue mich auf Sie! Ihre Jana Bischoff 0431 6640130 oder jbi@fahrenkrog.de
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BIldnachweise: ©Cunard und Ingolf Karsten