Südafrika im Winter

Top oder Flop? Eine Familien-Erlebnisreise von Corinna Kasten

30 Grad in Schleswig-Holstein! Endlich mal Sommer und wir fahren zum südlichsten Punkt 
Afrikas, nach Kapstadt - ferienbedingt - mitten im dortigen Winter! 
Dort sollen im Juli 13-20 Grad herrschen, eine etwas schwammige Aussage und die Wettervorhersagen springen von Tag zu Tag. Wir fragen uns beim Packen, wie viele Jacken wir nun eigentlich mitnehmen müssen. Um es vorweg zu nehmen: Wir hatten von allem etwas und die 13 Grad waren noch zu unterbieten! Trotzdem wurde es zu einem unvergesslichen Reisetraum!

Top: Rund um Kapstadt

Südafrika boomt, Südafrika ist beliebt: 12% mehr deutsche Touristen als im Vorjahr sprechen eine deutliche Sprache - und die Nachfrage steigt weiter. Im Zentrum des Trends (abgesehen von den Nationalparks) liegt Kapstadt:

Das Wetter ändert sich ständig und das schnell. Gleich nach unserer Ankunft übernehmen wir unseren Mietwagen, der uns die Flexibilität bietet, vor einer drohenden Regenfront einfach wegzufahren. Oder uns zur sehenswerten Victoria & Alfred Waterfront mit ihren zahlreichen Überdachungen zu bringen. Hier finden sich viele interessante Restaurants, ca . 300 Geschäfte, diverse Kinos, Museen und Hotels - all das mit dem Flair des ehemaligem Hafengebietes. Außerdem unbedingt besuchen: Das bunte kapmalaiische Viertel, das Zeitz MOCAA Museum (Karten vorher online bestellen) und den Kunsthandwerkermarkt am Green Market Square.

Schöne Stunden bescheren uns auch bei plötzlich strahlendem Himmel ein Ausflug in die Weinanbaugebiete rund um Stellenbosch und Franschhoek, deren Baum-Alleen buntes Herbstlaub tragen: Ein interessanter Anblick im Juli.

Pinguine und Lotta am Kap

Den sonnigen Tag nutzen wir, um der Pinguin-Kolonie am Boulder‘s Beach einen Besuch abzustatten. So putzig - unbedingt hinfahren! Wir möchten dort den ganzen Tag bleiben, zumal um diese Zeit viele tollpatschige Jungtiere zu beobachten sind.
Weiter gehts zum Kap der Guten Hoffnung mit seinen imposanten Felsformationen und Riesenwellen, die sich an malerischen Stränden brechen. Wir sehen Strausse am Strand, Antilopen und unsere Reisebärin Lotta. Es gibt auch hier eine reichhaltige Tierwelt zu bestaunen.  

Flop: Der Tafelberg

Bei strahlendem Sonnenschein soll es nun endlich auf den immer gut sichtbaren 
Tafelberg gehen. Karten kaufen, anstehen, von mehreren chinesischen Reisegruppen überholt und weggedrängt werden: Endlich stehen wir vor der Gondel. Und warten und warten. Starke Winde oben am Berg verhindern ein sicheres Andocken und somit das Ein- und Aussteigen. Das Problem kann in absehbarer Zeit nicht gelöst werden. Schade für die Drängler, die nun oben fest sitzen und erstmal nicht zurück können. Wir brechen das Unternehmen ab und verschieben es aufs nächste Mal.
Die Möwen Südafrikas - sprich  Affen - verschonen uns an diesem Tag. Viele Schilder warnen vor ihrer Dreistigkeit: Sie klauen alles was nicht niet- und nagelfest ist. Wir werden sie später auf der Reise noch genügend beobachten können. Die Rückfahrt nach Kapstadt an der Atlantikseite zeigt uns spektakuläre Bergpanoramen wie Chapman‘s Peak und die Twelve Apostels - besonders schön angeleuchtet von der untergehenden Sonne.

Nach Johannesburg

Restlos begeistert verlassen wir am Folgetag Kapstadt und fliegen nach Johannesburg, wo ein neuer Mietwagen und viele neue Abenteuer auf uns warten. Nach ca. 5 stündiger Fahrt erreichen wir das Gebiet des Blyde River Canyons, eines Ausläufers der Drakensberge mit seiner sehenswerten Panoramaroute, hier sollte man 1-2 Tage / Nächte einplanen.
Bei der Auswahl des ansonsten schönen Quartiers dort war mir nur leider entgangen, dass dieses auf 1.550 m Höhe liegt. Somit liegen die 2 kältesten Nächte (ohne deutsche Daunendecken) der Reise vor uns! Da reichen Kamin und Heizradiatoren bei 6 Grad jedoch leider nicht wirklich aus: Eine Flasche Rotwein am Kamin hilft zumindest temporär.

Jedoch entschädigt uns die Panoramaroute mit ihren schönen Wasserfällen, sensationellen 
Granitformationen (Bourke’s Holes) und schließlich der Anblick des Canyons im Sonnenschein mit Regenbögen für die etwas ungemütlichen Begleitumstände. Aber dann: Die Fahrt aus dem Canyon hinunter Richtung Kruger Nationalpark beendet die kühlen Tage schlagartig: Die Laune im Auto stieg mit jedem Grad mehr, welches das Thermometer im Auto anzeigt. Bei 20 Grad bricht lauter Jubel aus: Der Sommer hatte uns wieder!

Tiere voraus

Zudem lag eine Woche schönster Nationalparkerlebnisse vor uns- schon vor Einfahrt in den Park kreuzten Giraffen und Warzenschweine die Strasse: Kruger Park, wir kommen! Sollten wir Glück haben und an den kommenden Tagen die „Big Five’‘ erleben dürfen? Die Jahreszeit hat schließlich auch Vorteile:

- das Land ist trocken. Kein hohes Gras, daher sind gute Tiersichtungen möglich 
- keine / kaum Moskitos (stimmt, wir haben nicht eine Mücke gesehen) 
- gemäßigte Temperaturen 
- weniger Touristen unterwegs

Im Kruger Park

Die ersten Tage verbringen wir im Timbavati Game Reserve am Rande des Parks. Hier befinden sich private Lodges, die „full service“ bieten, d.h. Safaripirschfahrten auch abseits der Strassen mit Guides im offenen Jeep am Morgen und Abend ( je 3-4 Stunden) sind bereits im Übernachtungspreis inkludiert. Ebenfalls die sehr gute Verpflegung sowie Getränke. Auf den Pirschfahrten lernt man alles Wissenswerte über Flora und Fauna und die Guides bzw. Fahrer sehen so viel mehr als wir! Vom kleinsten Vogel bis zum nahenden Elefanten - der Busch lebt.

Wir haben großes Glück und sehen gleich am nächsten Tag alle BIG FIVE , also Löwen, Leopard, Elefant, Büffel und Nashorn. Und alle (außer dem Leopard) mit ihren Babys und in großer Zahl. Ein unglaubliches Erlebnis, ein großes Dankeschön an unseren erfahrenen Guide Sheddy, der mit Hartnäckigkeit und Geduld immer wieder die richtige Fährte findet.
Der Mehrpreis und Mehrwert solcher Aufenthalte zahlt sich aus: Wir lernen viel, was uns auf 
unserer anschließenden Selbstfahrertour von Vorteil ist.

Selbst fahren mit DERTOUR

Nach 3 Tagen wechseln wir also die Perspektive und fahren selbst mit unserem Mietwagen (siehe Berichtsende Tipps) auf den ausgewiesenen Straßen durch den sehr weitläufigen Park - das macht in eigenem Tempo und mit Stops nach Wahl großen Spaß. Das Sichtungsfieber hat uns alle erfasst und auch die recht schlichten staatlichen Restcamps, in denen wir nun übernachten, schmälern die Freude nicht - zumal durchgehend 20-24 Grad und oft Sonnenschein die Stimmung positiv beeinflussen!


Etwas traurig fahren wir nach einer Woche zurück nach Johannesburg und verlassen Südafrika mit einem weinenden und einem lachenden Auge: Es geht weiter nach Mauritius! Aber das ist eine neue Geschichte...

DERTOUR hat das beste und auch preisgünstigste Angebot für Mietwagen in Südafrika und auch vielen anderen Zielen. Dieser Veranstalter ist daher für mich immer die erste Wahl: Für meine Kunden aber auch für mich privat. Ich würde einen Mietwagen immer von Deutschland aus buchen, um sicher zu sein, dass alle wichtigen Versicherungen eingeschlossen sind!

Mein Fazit: Südafrika kann in jeder Jahreszeit bereist werden: Unsere Winterreise war perfekt für Tierbeobachtungen.
Ihre Corinna Kasten, Reisebüro FAHRENKROG, Alter Markt Kiel, cka@fahrenkrog.de, 0431 / 66401 31

Tipps

Selbstfahren:
Das Fahren in Südafrika erfordert veränderte Aufmerksamkeit, nicht nur wegen des Linksverkehres. Das Straßenbild ist ein anderes! Menschen und auch Tiere bewegen sich für uns ungewöhnlich gern am Straßenrand - auch auf Autobahnen. Nicht bei Dunkelheit fahren und die Tempolimits einhalten! Polizeikontrollen sind allgegenwärtig. GPS /Navi mitbuchen und Auto nicht zu klein wählen. Empfehlung: DERTOUR Mietwagen, SUV ( auch besser für Tierbeobachtungen); Allrad nicht erforderlich. Das Selbstfahren muss gut überlegt werden, besonders in den afrikanischer geprägten Gegenden des Landes. Es gibt sehr gute Busrundreisen-Alternativen, auch in Kleingruppen. Wir beraten Sie gern und umfassend zu diesem Thema.

Kulinarik:
Das Essen hat uns nie wirklich enttäuscht, in vielen Fällen sogar begeistert. Besonders die Fleischqualität, aber wir haben auch gute vegetarische Gerichte genossen. Bemerkenswert auch er gute Kaffee überall und natürlich: Ein Paradies für Weintrinker. Faire Preise und ein gutes Preis- Leistungsverhältnis. 

Reisezeit:
Unsere Reise fand - wie öfters erwähnt - in der eigentlich ungünstigsten Zeit statt. Für die beschriebene Rund/ Erlebnisreise war dies aber nicht von Nachteil. Wer allerdings schwerpunktmäßig auch die Gartenroute ( von Kapstadt bis Port Elizabeth) bereisen möchte, sollte besser die Zeit zwischen November und April wählen. Ein Badeziel im klassischen Sinne ist Südafrika trotz hoher Sommertemperaturen jedoch nicht, da Strömungen und Haigefahren drohen. Es gibt jedoch wunderschöne, lange Sandstrände, die sich für Spaziergänge und Wanderungen anbieten.

Anreise

Sehr empfehlenswert sind die Nonstopflüge von Lufthansa nach Kapstadt oder auch Condor. Es handelt sich um Nachtflüge: Gleich nach dem morgendlichen Aufwachen (ohne Zeitverschiebung ) ist man dort und kann sofort mit Sightseeing starten! Platzreservierungen sind empfehlenswert.
       

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