Finnisch-Lappland mit DERTOUR

Die sauberste Luft in Europa

Ich durfte mit DER Touristik nach Lappland fahren und habe eine der tollsten Reisen überhaupt erlebt. Von diversen Aktivitäten wie dem Besuch des "richtigen" Weihnachtsmannes, einer Huskysafari und Schneemobilfahren bis hin zur Sichtung von Polarlichtern war alles dabei. Besonders aber hat mir Lappland mit seiner tollen Winterwunder-Landschaft gefallen, die doch sooo anders ist als unser "Winter" hier. 

Ich fliege Finnair

TIPP: An Bord gibt es kostenlose Getränke (Tee, Kaffee, Wasser und Blaubeersaft), Snacks können nach Verfügbarkeit gekauft werden. Die Beinfreiheit ist auch für große Menschen angenehm.

Finnair engagiert sich zunehmend in Lappland und stellt 2018 insgesamt 480.000 Flugplätze zur Verfügung. Jeweils über Helsinki werden Rovaniemi, Kittiläa und Ivalo angeflogen. Zwischen Kitilä und Ivalo gibt es sogar eine direkte Verbindung. 

Eine gute Reiseerweiterung ist ein Stopover in Helsinki, bevor man weiter nach Lappland reist. Dieser kostet ca. 20,-€ pro Strecke und lohnt sich unbedingt!

Anreise mit Finnair zum Weihnachtsmann

Von Hamburg fliege ich via Helsinki nach Rovaniemi, auch Santa's Official Home Airport genannt. Der Flughafen ist winzig und bietet aktuell ausschließlich 2-3 Abflüge von und nach Helsinki. Ich bin noch nicht einmal ganz ausgestiegen, da liegen die Koffer schon auf dem Band, welches von Rentierschlitten und Weihnachtsmännern eingerahmt wird. Von hier aus gibt es eine Busverbindung ins Zentrum von Rovaniemi, die exakt auf die Ankünfte und Abflüge von Finnair ausgelegt ist und einen gegen 7,-€ pro Person zu verschiedenen Hotels bringt. Auf Anfrage wird auch an Privatadressen gehalten. 

Eine Stadt in Form eines Rentiers? 

Mit 60.000 Menschen leben knapp 1/3 der Einwohner Lapplands in Rovaniemi. Die Stadt wurde im 2. Weltkrieg durch die Deutschen fast komplett niedergebrannt und zerstört. Man baute sie später in Form eines Rentiers wieder auf. Leider gibt es aber keinen historischen Stadtkern, die Gebäude wirken recht praktisch und ein wenig steril.

Ein Highlight ist aber das Arktikum, ein Museum, welches sich mit der Kultur Lapplands, insbesondere der Samen beschäftigt. Zudem gibt es eine wissenschaftliche Ausstellung der Universität zum Thema „Arktis im Wandel“, wo man einen tollen Film über die Entstehung von Polarlichtern anschauen und eine Eishöhle von innen entdecken kann. Das Museum liegt direkt am Ounasjoki River und bietet mit einem Beach Park besonders im Sommer ein schönes Areal zum Erholen, Baden und Genießen der Landschaft. 

Beim Weihnachtsmann

Im Santa Parc gehe ich durch einen langen Gang in die Kommandozentrale des Weihnachtsmannes, die 55 m unter dem Polarkreis liegt. Ursprünglich war dieser Bereich ein Katastrophenraum, der 2.500 Menschen Schutz bieten sollte. Hier lässt sich Weihnachten "erleben": Es gibt ein Postamt, die Spielzeugfabrik und eine Elfenschule. Die Aktivitäten sind zum Mitmachen ausgelegt, nur das Lebkuchenverzieren kostet pro Person 2,50 €. Grundsätzlich sind die Eintrittspreise recht hoch und liegen im Winter bei 34,-€ für den Erwachsenen und 28,50€ pro Kind.

Hier ein kleiner Eindruck: https://youtu.be/8-1HXITzP4g 

Leider hat der Park bereits seit einigen Wochen geschlossen und wurde nun auf die Sommersaison vorbereitet. Wenn Sie außerhalb der Weihnachtszeit dort sind, unbedingt vorher die Öffnungszeiten prüfen!

Im Secret Forest machen wir anschließend eine ganz zauberhafte Elfen-Erlebnistour. Wir werden bereits im Bus von Primrose begrüßt, bei der ich mich frage, ob sie die Elfenrolle im Privatleben jemals wieder ablegen kann? Es geht zu Fuß durch den Wald zur Elfenschule, wo man einiges aus dem Leben der Elfen lernt, Lebkuchen verziert und lustige Lieder singen lernt. Man bekommt lecker Kakao und Marshmallows am offenen Feuer und trifft zu guter letzt den "richtigen Weihnachtsmann". Es gibt ihn doch! 

Polarlicht, Nordlicht und der Feuerfuchs

Da sind Lichter! Wir rennen alle raus - es ist Nacht und bitterkalt. Kaum kann ich die Kamera halten vor Begeisterung und Kälte. Ein paar Fotos später stehe ich dann nur noch da und schaue fasziniert auf die Lichtspiele über mir.

In Finnland nennt man die bei uns allgemein als Polarlichter bekannten Phänomene Nordlichter, da sie auf der Nordhalbkugel auftreten, oder auch Aurora Borealis.

Das Finnische Wort für Nordlicht lautet „revontulet“, was übersetzt ins Deutsche so viel wie Feuerfuchs bedeutet: Der Legende nach entstehen Polarlichter dadurch, dass ein Feuerfuchs so schnell über den Schnee läuft und mit dem Schwanz Schneekristalle in die Luft wirft. Diese sehen wir dann als Polarlichter am Himmel. Eine andere Legende lautet, dass die Seelen der Toten mit Tierschädeln Fußball spielen. Da gefällt mir der Feuerfuchs doch deutlich besser. 

Polarlichter treten theoretisch das ganze Jahr über auf. Aufgrund der geringen Dunkelheit im Sommer und des oft starken Schneefalls im tiefen Winter, sieht man sie jedoch am besten Mitte Oktober bis Mitte Dezember sowie Ende Februar bis Mitte April.

Schlitten mit und ohne Hund

Ich höre sie lange bevor ich sie sehe: Die aufgeregte Schlittenhund-Horde kläfft und springt freudig umher. Wir bekommen eine kurze Einweisung, und dann fährt das "Herrchen" mit dem Motorschlitten vorweg. Los geht`s! Wir sind jeweils zu zweit auf den Korbschlitten und müssen uns gut festhalten - besonders in den Kurven.

Auf die Motorschlitten dürfen wir anschließend auch. Am Anfang traue ich mich noch nicht so recht, doch irgendwann sause auch ich mit knapp 70 Sachen über den gefrorenen Fluss. Der Eisstaub kitzelt im Gesicht und der Puls geht schnell. Kalt ist mir jetzt ganz und gar nicht mehr. Was für ein Erlebnis!

Wussten Sie schon? 

Auf 5 Mio. Finnen kommen ca. 3 Mio Saunen und 500.000 Ferienhäuser

In Lappland findet man neben fast 180.000 Einwohnern tatsächlich auch 190.000 Rentiere: Jedes Rentier hat einen Besitzer, es gibt keine freilebenden Tiere. Im Winter leben sie bei Ihren Besitzern und werden gehegt und gepflegt, im Sommer werden sie freigelassen und genießen die Weite der Finnischen Wälder.

Die fast unendliche Landschaft wird mit durchschnittlich zwei Einwohnern pro Quadratkilometer kaum gestört.

Man atmet angeblich die sauberste Luft in ganz Europa.

45 Tage lang geht die Sonne im Sommer nicht unter.

DERTOUR hat eines der besten und umfangreichsten Angebote für Erlebnisreisen im winterlichen Lappland.
Aber auch im Sommer ist Lappland nicht zu vernachlässigen: Wandermöglichkeiten, Kanutouren, eine tolle Tierwelt und atemberaubende Landschaft erwarten Sie! Gerne erzähle ich Ihnen mehr! Ihre Anika Selzer 0431 / 66401 72, ase@fahrenkrog.de

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Besuchte Hotels und Tipps: 

Arctic Tree House, Rovaniemi (2 Übernachtungen)

  • mit dem Bus ca. 5-10 Minuten vom Flughafen entfernt, liegt das Arctic Tree House am Waldrand und bietet auf Holzpfählen gebaute Suiten und Appartments, die z.T. mit Kitchenette ausgestattet sind. Ein Kind schläft in den normalen Suiten in einer Art Hochbett in der Wand, was man mit einer Tür öffnen kann und sogar ein kleines Fenster hat. Die twin beds waren mit 80cm sehr schmal, was damit begründet wurde, dass man sich entscheiden musste, ob man antiallergisch und hochwertig oder aber vernünftig breit kaufen wollte. ;-) Ein besonderes Augenmerk sollte man auf die Arctic Glass House Appartments legen, die 2 Räume, eine tolle große Terrasse mit herrlicher Aussicht und eine eigene Sauna bieten.
  • die Atmosphäre ist einzigartig, besonders wenn man morgens durch das große Panoramafenster auf die Schneelandschaft schaut. Auch das Restaurant bietet einen Panoramablick und verspricht gute regionale Küche. Das Frühstück ist etwas überschaubar, beinhaltet aber neben Brot, Wurst, Käse, Marmelade, Rühreier, Cerealien und Joghurt auch das bei den Lappen beliebte Porridge.
  • als Spa-Bereich wird das Artic Forest Spa genutzt, welches ca. 30min entfernt im Secret Forest (s.u.) an einem See liegt. Hierbei handelt es sich um ein Areal mit mehreren Saunen und Jacuzzis, was aber eher für Gruppen ausgelegt ist. Man kann den Eintritt, Transfer und verschiedene Leistungen vor Ort im Hotel hinzubuchen. Kosten liegen bei ca. 89,-€ pro Person, dafür gibt es auch einen privaten Sauna Host, der die Gänge überwacht und für die optimale Nutzung sorgt. 

Santa Claus Village, Rovaniemi (nur angeschaut)

  • im Vergleich zum Santa Park ist dies ein großes kommerzielles Areal mit vielen Geschäften, dem Weihnachtspostamt (hier kann man seine Karten abgeben und entscheiden, ob diese sofort oder erst zu Weihnachten verschickt werden), der Möglichkeit, Santa zu besuchen und einer dazugehörigen Hotelanlage.
  • Die Appartements haben ihre eigene Terrasse mit Schlitten und können mit 1 oder 2 Räumen gebucht werden. Man sollte versuchen, die Superior-Variante zu buchen, da man dann im besseren Restaurant isst.   

Break Sokos Levi (3 Übernachtungen)

  • Levi hat zwar nur knapp 1000 Einwohner, ist aber einer der bekanntesten Wintersportorte Finnlands und liegt am Fuße des Berges Levi, so dass das Ski Center und die Seilbahnstation innerhalb weniger Minuten zu Fuß zu erreichen sind.
  • Die Anreise sollte über den Airport Kitiläa mit knapp 30min Transferzeit erfolgen. Von Rovaniemi aus fährt man sonst ca. 2,5 Stunden.
  • Skisicher soll die Region ab Anfang Dezember bis Ende April sein. Auch wenn Mitte April langsam der Frühling kam, war es doch noch eine dichte, feste Schneedecke, so dass es sicherlich eine schneesichere Alternative zu den Gebieten in Deutschland und Österreich ist. 
  • Wichtig: Die Aktivitäten wie Schneeschuhwandern, Schneemobilfahren etc. werden i.d.R. nur bis Mitte April angeboten.
  • Vor Ort findet man die typische Infrastruktur mit Geschäften, Restaurants, Karaoke-Bars (DAS Hobby der Finnen) und Après Ski. 
  • das Break Sokos Hotel gehört zur Sokos-Kette, die u.a. Hotels, Tankstellen, Restaurants und eine Bank besitzt. Man kann sich eine Mitgliedskarte kaufen und somit eine Art Anteilseigner werden. Man unterscheidet zwischen der Kennzeichung "Solo" für kleine und elegante Boutique Hotels, "Original" für traditionell finnische Hotels und "Break" für zentral gelegene Unterkünfte, die viele Aktivitäten anbieten
  • die Zimmer liegen über drei Gebäude verteilt und sind modern ausgestattet. Das Frühstücksbüffet ist reichlich und lecker, natürlich gibt es eine Sauna mit Whirlpool (relativ klein) und einen Ski-Abstellraum. 
  • man sollte versuchen, im Hauptgebäude zu wohnen, da besonders die Zimmer im Nebengebäude sehr hellhörig waren.

Levi Panorama Hotel (nur angeschaut)

  • Tolle Lage direkt an der Piste auf dem Berg Levi. Das Zentrum erreicht man mit einer hoteleigenen Gondel innerhalb von wenigen Minuten – wunderschöner Panoramablick inklusive.
  • Am Hotel befindet sich ein großes Konferenzzentrum mit einem sehenswerten Museum über die Kultur der Samen und (zumindest im Winter) einer kleinen Rentierherde, die gefüttert werden kann.
  • Wir haben uns das Zimmer # 628 angeschaut, von dem aus man direkt auf die Piste gucken konnte. Laut der Dame die uns begleitet hat, handelt es sich hierbei um ein Standard-Zimmer. Ein Kundenwunsch für dieses oder in der Nähe liegende Zimmer könnte sich also lohnen. Zudem sind ein Teil der Superior-Zimmer mit Balkon ausgestattet, auch hier lohnt sich ein Nachhaken.
  • Besonders schön ist die Gold Digger-Bar im 7. Stockwerk, hier kann man die tolle Aussicht natürlich drinnen oder aber auch im Außenbereich bei einem Drink genießen.
  • Besonders im Sommer ist die Lage auf dem Berg von Vorteil wegen der kaum vorhandenen Moskitos.

Levi Spa Hotel (nur angeschaut)

  • Das große Familien-Spaßhotel mit 11 Gebäuden, einem tollen Wasserpark (17 Pools, Wasserrutsche, Eintritt ist je nach gebuchtem Paket für Gäste inkl., kostet sonst 22,-€ / 15,-€), Bowlingbahn, Mehrzweckhalle und vier Restaurants wie einer Pizzeria und Burger King. Die Familienzimmer verfügen über einen durch eine Schiebetür abgetrennten Raum mit Etagenbett.  
  • Aktuell sind einige Renovierungen geplant, wie z.B. ein neues Gebäude, welches Oktober 2019 fertig gestellt wird und die Renovierung des Hauptrestaurants Akhu, die Ende 2018 abgeschlossen sein soll. 

*** Apukka Resort, Rovaniemi *** (1 Übernachtung)

  • Dieses ganz besondere Fleckchen Erde wird ab kommenden Winter im Dertour-Programm vertreten sein. Es wurde erst Ende 2017 eröffnet und befindet sich in der Hand einer jungen Familie, die alles selbst macht. Neben dem Hauptgebäude, wo sich Doppelzimmer und Appartements befinden, gibt es dort auch ganz besondere Unterkünfte.
  • Ice Cabins (hier wird nur eine Nacht empfohlen, man erhält spezielle Thermoanzüge, damit man es in der Kälte aushält.
  • Aurora Wagons – Wohnwagen, die auf der Lichtung oder im Wald platziert werden und einen einzigartigen Aufenthalt versprechen. Die eigene Sauna wird auf Rädern hinterher transportiert.
  • Apukka Aurora Cabins – das verglaste Dach erlaubt einem, vom eigenen Bett den Sternenhimmel und die Polarlichter zu erleben – einmalig! ♥
  • Die familiäre Atmosphäre ist überall spürbar, das Essen ist sehr, sehr lecker und landestypisch, die Qualität und der Service sind absolut hochklassig.
  • Natürlich werden die typischen Outdoor-Aktivitäten wie Huskyschlitten, Schneemobilfahrten, Schneeschuhwanderungen und Polarlicht-Beobachtungen angeboten. Hierfür wird man von einem Guide spät abends mit einem kleinen Zug mitten in den Wald auf eine Lichtung gefahren, wo in einem Zelt ein Lagerfeuer entfacht wird, Würstchen gegrillt werden und man viele Geschichten und Informationen zu Lappland und den Polarlichtern hört.
  • In Zukunft ist ein Ausbau des Resorts geplant, da sich ein weiteres großes Gelände auf der gegenüber liegenden Straßenseite ebenfalls im Familienbesitz befindet.

Beim Weihnachtsmann: 

Unsere Tour nennt sich "Dream of Joulukka", dauert 3 Stunden und kann für sage und schreibe 1790,-€ (max. 10 Personen) als Privattour gebucht werden. Andere Touren liegen bei 920,-€ (max. 5 Personen) oder bei 1290,-€ (max. 10 Personen) und können alle privat gebucht werden. Diese Aktivität ist sicherlich eher für den Event-und Gruppenbereich interessant.

Alle genannten Preise und Leistungen gelten ohne Gewähr.