Bin kurz in Kapstadt

Christina Menendez mit Gebeco auf einer etwas anderen Städtereise

Man muss den Weg schon als Ziel sehen, um für nur 4 Tage nach Kapstadt zu fliegen. Trotzdem wage ich diese ungewöhnliche Städtereise im Herbst 2017 und genieße an Bord der South African Airways das leckere Essen und die Schlafmaske. Ich kann sogar etwas ruhen, da der Sitzabstand recht großzügig bemessen ist. Mein Flug geht über Nacht, und da es keine Zeitverschiebung zwischen Südafrika und Deutschland gibt, komme ich am nächsten Morgen ohne Jetlag tief unten auf der Südhalbkugel an. 

Da bin ich nun, in dieser wunderschönen Stadt der Gegensätze, überragt vom Tafelberg mit über 1000 Metern Höhe. Was ich hier wohl in so kurzer Zeit alles entdecken werde? 

Mein Hotel

Mein Hotel heißt SunSquare Cape Town City Bowl und ist nagelneu: Dachterrasse mit Bar und toller Indoor-Pool. Vom Zimmer schaut man entweder auf die Stadt oder auf den Tafelberg. Beides schick. 

Nobelviertel Camps Bay

Am ersten Abend fahre ich in das Nobelviertel von Kapstadt. Es liegt etwas außerhalb des Zentrums in traumhafter Kulisse unterhalb der Felsformation "Zwölf Apostel". Tipp für den Abend: Das im Beach-Style eingerichtete Restaurant La Parada. Es liegt direkt an der Promenade auf der Victoria Road und ich habe einen traumhaften Ausblick auf den Strand, die Felsen und einen wirklich einmaligen Sonnenuntergang.  

Künstlerviertel Woodstock

Was Soho für New York, ist Woodstock für Kapstadt. Viele Künstler aus aller Welt kommen in die Stadt um ihre Meisterwerke auf Wänden zu verewigen. Erklärt wird das liebevoll auf der gebuchten Woodstock Art Tour. Das ehemalige Industriegebiet am Hafen stand lange leer und war Tummelplatz für Kriminelle. Heute finde ich hier sogar Feinschmecker-Restaurants neben den schicken Ateliers. Alles konzentriert sich auf eine Straße: Die Albert Road. Möbel, Schmuck, Klamotten - alles Designerstücke und alles einzigartig. Ich bin ganz berauscht.

Auf dem Markt

Zum Glück bin ich an einem Samstag hier: Markttag am Neighbourhood Market. Über 100 Händler verkaufen traditionelles Kunsthandwerk von guter Qualität. Es herrscht eine tolle Atmosphäre. Menschen aus allen Teilen der Welt treffen hier aufeinander, sitzen zusammen am Boden und genießen einfach die Zeit. Hier ist allerdings schon um 14 Uhr Schluss und ich muss mich etwas beeilen.  

Ist das Kunst? 

Am Nachmittag darf ich das neue Zeitz Museum of Contemporary Art Africa (MOCAA) bestaunen. Es wurde vom britischen Architekten Thomas Heatherwick in ein ehemaliges Getreidesilo nahe der Waterfront errichtet und gilt nun als weiteres Wahrzeichen Kapstadts. Die Architektur im Eingangsbereich verschlägt mir wirklich die Sprache. Ich habe wenig Ahnung von Kunst, weshalb ich vor den meisten Bildern, Videos und Skulpturen eher verwirrt als begeistert stehe. Für wahre Fans der Modernen Kunst ist es aber ganz sicher ein Highlight! Tickets sollte man, wenn möglich, am besten vorher buchen, da die Schlange vor dem Eingang sehr lang ist. 

Selber kochen

Der Magen knurrt und ich fahre ins Stadtviertel BoKaap mit den berühmten bunten Häusern. Die Bewohner sind kap-malaiisch, also muslimisch. Hier stehen 11 Moscheen, darunter auch die älteste Moschee Südafrikas. Nach einem kleinen Rundgang durch das Viertel werde ich von einer älteren Dame an ihrem Haus empfangen und darf mit ihr zusammen kap-malaiische Spezialitäten zubereiten. Das gemeinsame Mittagessen ist für mich persönlich das Highlight der Reise. 

Den eigenen Wein mixen

Das wollte ich schon immer mal - kann doch nicht so schwer sein...? Auf dem Weingut Middleveit in Stellenbosch macht das Panschen (Wineblending) viel Spaß. Letztenendes probieren wir dann doch die "echten" Weine. Schmecken irgendwie besser!

Rovos Rail - jeden Gast mit Handschlag begrüßen

Pünktlich um 09:00 Uhr fährt Rohan Vos, Gründer des Luxuszuges Rovos Rail, mit seinem grünen Käfer vor und empfängt mich herzlich. Sofern er in der Stadt ist, macht er dies TÄGLICH um jeden Gast persönlich per Handschlag zu begrüßen. Danach geht es zum Gleis und ich darf den berühmten Zug von innen bewundern. Die Einrichtung ist sehr hochwertig und ich fühle mich direkt in die 30er Jahre zurückversetzt. Es gibt kein Internet oder Fernsehen im Zug. Die Kabinen sind nicht groß, somit ist eine Reise mit dem Rovos Rail perfekt für Menschen geeignet, die guten Service schätzen, die Atmosphäre und die Landschaft ganz intensiv erleben wollen und gerne in Kontakt mit anderen Reisenden treten. 

Township Langa - ich habe keine Fotos gemacht

Zu Kapstadt gehören natürlich auch die Townships, also die Slums. Sie wurden zu Zeiten der Apartheid gegründet und ziehen sich teilweise bis zu 30 km außerhalb Kapstadts. Langa ist das älteste Township aus der Zeit der Apartheid und liegt ca. 15 km außerhalb des Zentrums. Den Rundgang mache ich mit einem ortsansässigen Guide, was ich jedem empfehlen möchte. Alleine verläuft man sich in den engen Gassen schnell. Die Menschen sind herzlich und lachen viel. Die Kinder kommen sofort angelaufen. Ich kann auch in ein paar Häuser reingehen, bleibe aber meist draußen. Irgendwie erscheint es mir aufdringlich. Andererseits muss ich natürlich auch bedenken, dass die Familien, die ihre „Armut den Touristen präsentieren“ dafür eine kleine Vergütung erhalten. Für mich trotzdem ein schwieriges, emotionales Thema und ein aufrüttelndes Erlebnis. Ich habe bewusst keine Fotos gemacht.

Pinguine

Wohin das Auge reicht wackeln die putzigen Brillen-Pinguine am Boulders Beach über den hellen Sand. Zu finden sind sie in Simon's Town, etwa 40 km südlich von Kapstadt. Der Geruch ist allerdings etwas streng und verrät sofort die Lieblingsspeise der Vögel: Fisch. Wer Lust hat, kann hier auch baden und mit den Pinguinen um die Wette tauchen.

Oben auf dem Tafelberg

Was für ein Glück! An meinem Abflugtag ist die Seilbahn auf den Tafelberg geöffnet. Der Seilbahnverkehr wird wegen des starken Windes oft für ganze Tage eingestellt. Verschieben Sie deshalb eine mögliche Besichtigung auf keinen Fall auf den nächsten Tag! Der Ausblick ist gigantisch aber die frostigen Temperaturen lassen mich schnell das Tafelberg-Cafe aufsuchen. 
Zusammenfassend kann ich sagen, dass die knapp 4 Tage in Kapstadt, vor allem durch das tolle Programm und die Organisation von Gebeco, für mich unvergesslich bleiben.
Es gab ein Highlight nach dem anderen und ich bin aus dem „sprachlos sein“ gar nicht mehr rausgekommen. Das Beste waren die vielen Begegnungen mit den Menschen vor Ort und deren Herzlichkeit & Gastfreundschaft. Ihre Christina Menendes, FAHRENKROG im CITTI-Park Lübeck, 0451 / 38849900

Sie haben Fragen zu Südafrika oder einer Gruppenreise mit Gebeco? Schreiben Sie mir! ich freue mich auf Sie!

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